Freitag, 10. Juni 2011

Bischof Gonzalo López Maranón seit über zwei Wochen im Hungerstreik

Ein Bischof probt den Aufstand
Seit zwei Wochen ist Gonzalo Lopez Maranon im Hungerstreik

Harrt aus: Bischof Gonzalo Lopez Maranon
(domradio.de) - Bischof Gonzalo Lopez Maranon befindet sich seit dem 24. Mai in Hungerstreik. Der aus Spanien stammende Geistliche vom Orden der Unbeschuhten Karmeliten will mit seiner Aktion ein Zeichen für Versöhnung in seiner ehemaligen Diözese San Miguel von Sucumbios im Nordosten Ecuadors setzen.

Der hohe Besuch kam unangekündigt und ohne Fernsehkameras: Ecuadors Staatspräsident Rafael Correa wollte offenbar mit dem prominenten Demonstranten ungestört und vertraulich ein paar Worte wechseln. Es war bereits das zweite Mal, dass der überzeugte Katholik und Anhänger der Befreiungstheologie an der Spitze der ecuadorianischen Regierung Bischof Gonzalo Lopez Maranon (77) eine Visite abstattete.

Mit seinem Besuch wollte Correa offenbar seine Unterstützung für den Geistlichen in einem komplizierten innerkirchlichen Streit signalisieren. Der Präsident war nicht der erste prominente Gast in der provisorischen Bleibe des hungerstreikenden Geistlichen. Laut Angaben des ecuadorianischen TV-Senders RTU haben sich mittlerweile zahlreiche Bischöfe aus Ecuador, aber auch aus anderen lateinamerikanischen Ländern mit dem Anliegen ihres Amtsbruders solidarisiert und sich auf die Reise nach Quito gemacht.

Der Hungerstreik zieht mittlerweile internationale Aufmerksamkeit auf sich, denn Bischof Lopez hatte sich in seinen 26 Amtsjahren einen Ruf als Anwalt der indigenen Bevölkerung erworben. Unter anderem protestierte er international gegen ein vom US-Ölkonzern Chevron verursachtes Umweltdesaster. Seitdem ist er in Ecuador äußerst populär. Allzu lange werden sich die Bischöfe mit ihrer Entscheidung nicht Zeit lassen können.


Ecuador: Bischof im Hungerstreik
(Radio Vatikan, 9.6.2011) - Bischof Gonzalo Lopez Maranon befindet sich seit dem 24. Mai in Hungerstreik. Der aus Spanien stammende Geistliche vom Orden der Unbeschuhten Karmeliten will mit seiner Aktion ein Zeichen für Versöhnung in seinem früheren Bistum San Miguel von Sucumbios im Nordosten Ecuadors setzen. In der Hauptstadt Quito hat der emeritierte Bischof vor der Bethlehem-Kirche sein so genanntes „Lager der Versöhnung“ aufgeschlagen. In einem offenen Schreiben begründete Lopez seinen Protest mit „unzähligen Brüchen innerhalb der christlichen Gemeinschaft und der Zivilgesellschaft in Sucumbios“. Damit diese Spaltungen nicht größer würden, wolle er mit täglichem Beten und Fasten für ein friedliches Miteinander werben. Die Worte des Bischofs beziehen sich auf den Streit um seinen vom Vatikan ernannten Nachfolger. In diesen Streit hatte sich auch Ecuadors Präsident Rafael Correa eingemischt. Der Hungerstreik zieht mittlerweile internationale Aufmerksamkeit auf sich, denn Bischof Lopez hatte sich in seinen 26 Amtsjahren einen Ruf als Anwalt der indigenen Bevölkerung erworben. Unter anderem protestierte er international gegen ein vom US-Ölkonzern Chevron verursachtes Umweltdesaster. Seitdem ist er in Ecuador äußerst populär.


Aus dem Archiv:
Bereits am 28. Mai habe ich darüber berichtet:
Ecuador: Hungerstreik eines Bischofs als Folge der Nachbesetzung

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